Die Herkunft und Produktion von Ökostrom
Ökostrom erlebt schon seit geraumer Zeit eine starke Nachfrage und der schwere Unglücksfall im AKW Fukushima I im März 2011 trug zudem zu erhöhtem Interesse von Verbrauchern bei.
Ökostrom wird aus den regenerativen Quellen Biogas, Biomasse, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Wasser und Wind gewonnen und es genügt ein kurzer Blick in das Internet und man wird mit einer Fülle von Stromanbietern konfrontiert, die ihren Kunden alternativen Strom anbieten. Sogar große Atomkonzerne bieten inzwischen „grünen Strom“ an. Im Dschungel der Anbieter genügen nur ein paar wenige Mausklicks auf verschiedenen Webseiten und man hat den Wechsel zum Ökostrom geschafft. Doch leider ist dem nicht so.
Nicht jeder Stromanbieter der Ökostrom anbietet, liefert auch wirklich alternative Energie in das Haus.
Das liegt unter anderem daran, dass in 15 europäischen Ländern ein Zertifikat namens Renewable Energy Certificate System (RECS) an Ökostromproduzenten seit 2002 ausgegeben wird. Das Zertifikat an sich ist keine schlechte Idee, denn es ist als Nachweisverfahren für die Herkunft von Strom aus erneuerbaren Energien gedacht und dem Handel damit. Das RECS ist allerdings kein Ökostrom-Zertifikat, was man auf der Seite von RECS Deutschland auch klar nachlesen kann. Zitat (Quelle: http://www.recs-deutschland.de/v2/recs-und-oekostromlabel.html):
„Das RECS System zertifiziert keine Ökostrom-Produkte und ist kein Ökostrom-Label. Das RECS System selbst stellt, außer dass nur für erneuerbare Energien Zertifikate ausgestellt werden können, als Nachweissystem für die Produktion von erneuerbaren Energien im allgemeinen keine weiteren Anforderungen an die Erzeugungsanlagen; weder an das Anlagenalter, noch an ökologische Anforderungen. Selbstverständlich können und werden bei Ökostrom-Labeln solche RECS Zertifikate eingesetzt, die den jeweiligen Ansprüchen, wie z. B. den Anforderungen nach Anlagenalter und ökologischen Kriterien entsprechen.“
Ende des Zitats.
RECS bietet Ökostromanbietern die Möglichkeit Pakete „virtuell“ aus dem physikalisch gegebenen Bereich abzukoppeln und auf dem internationalen Markt zu verkaufen. Jeder Energieerzeuger kann wiederum RECS-Strom kaufen und damit seinen Strom völlig legal „grün“ waschen und seinen Kunden als Strom aus regenerativer Energie anbieten, auch wenn es in Wirklichkeit Strom aus einem Heizkraftwerk oder Atomstrom ist. RECS garantiert Kunden lediglich dafür, dass eine bestimmte Menge an Strom in Europa aus regenerativer Energie gewonnen wird und nicht mehr.
RECS und seine Handhabung stößt schon seit langer Zeit bei Verbraucherschützern und Umweltgruppen auf Kritik und in Folge dessen wurden andere Ökostrom-Plaketten ins Leben gerufen, die echte Ökostromanbieter kennzeichnen und auch mit teilweise sehr strengen Auflagen für Anbieter regenerativer Energie verbunden sind. Beispiele:
· Grüner Strom Label
· ok-Power
· TÜV Süd
· LGA Bayern
Genannte Fakten haben allerdings nichts mit der echten physikalischen Realität zu tun und für Neugierige, die wissen möchten, woher ihr Strom im Haushalt wirklich herkommt und wer ihn produziert: Das nächstgelegene Kraftwerk. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kraftwerk eine Windkraftanlage oder ein AKW ist. Elektrischer Strom unterliegt drei physikalischen Größen: Spannung, Stärke und Widerstand. Aufgrund dieser drei Gegebenheiten sucht sich Strom auch immer den kürzesten Weg zum nächsten Verbraucher. Alles andere ist Abrechnungssache zwischen den verschiedenen Stromanbietern und hat mit der realen Stromversorgung nichts zu tun. Strom lässt sich physikalisch nicht auf Papier drucken, in einen Aktenkoffer transportieren und an einer Strombörse handeln. Wer sich für einen Anbieter regenerativer Energie interessiert, sollte unbedingt
einen Anbieter aus nächster Nähe wählen.
Ökostrom wird aus den regenerativen Quellen Biogas, Biomasse, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Wasser und Wind gewonnen und es genügt ein kurzer Blick in das Internet und man wird mit einer Fülle von Stromanbietern konfrontiert, die ihren Kunden alternativen Strom anbieten. Sogar große Atomkonzerne bieten inzwischen „grünen Strom“ an. Im Dschungel der Anbieter genügen nur ein paar wenige Mausklicks auf verschiedenen Webseiten und man hat den Wechsel zum Ökostrom geschafft. Doch leider ist dem nicht so.
Nicht jeder Stromanbieter der Ökostrom anbietet, liefert auch wirklich alternative Energie in das Haus.
Das liegt unter anderem daran, dass in 15 europäischen Ländern ein Zertifikat namens Renewable Energy Certificate System (RECS) an Ökostromproduzenten seit 2002 ausgegeben wird. Das Zertifikat an sich ist keine schlechte Idee, denn es ist als Nachweisverfahren für die Herkunft von Strom aus erneuerbaren Energien gedacht und dem Handel damit. Das RECS ist allerdings kein Ökostrom-Zertifikat, was man auf der Seite von RECS Deutschland auch klar nachlesen kann. Zitat (Quelle: http://www.recs-deutschland.de/v2/recs-und-oekostromlabel.html):
„Das RECS System zertifiziert keine Ökostrom-Produkte und ist kein Ökostrom-Label. Das RECS System selbst stellt, außer dass nur für erneuerbare Energien Zertifikate ausgestellt werden können, als Nachweissystem für die Produktion von erneuerbaren Energien im allgemeinen keine weiteren Anforderungen an die Erzeugungsanlagen; weder an das Anlagenalter, noch an ökologische Anforderungen. Selbstverständlich können und werden bei Ökostrom-Labeln solche RECS Zertifikate eingesetzt, die den jeweiligen Ansprüchen, wie z. B. den Anforderungen nach Anlagenalter und ökologischen Kriterien entsprechen.“
Ende des Zitats.
RECS bietet Ökostromanbietern die Möglichkeit Pakete „virtuell“ aus dem physikalisch gegebenen Bereich abzukoppeln und auf dem internationalen Markt zu verkaufen. Jeder Energieerzeuger kann wiederum RECS-Strom kaufen und damit seinen Strom völlig legal „grün“ waschen und seinen Kunden als Strom aus regenerativer Energie anbieten, auch wenn es in Wirklichkeit Strom aus einem Heizkraftwerk oder Atomstrom ist. RECS garantiert Kunden lediglich dafür, dass eine bestimmte Menge an Strom in Europa aus regenerativer Energie gewonnen wird und nicht mehr.
RECS und seine Handhabung stößt schon seit langer Zeit bei Verbraucherschützern und Umweltgruppen auf Kritik und in Folge dessen wurden andere Ökostrom-Plaketten ins Leben gerufen, die echte Ökostromanbieter kennzeichnen und auch mit teilweise sehr strengen Auflagen für Anbieter regenerativer Energie verbunden sind. Beispiele:
· Grüner Strom Label
· ok-Power
· TÜV Süd
· LGA Bayern
Genannte Fakten haben allerdings nichts mit der echten physikalischen Realität zu tun und für Neugierige, die wissen möchten, woher ihr Strom im Haushalt wirklich herkommt und wer ihn produziert: Das nächstgelegene Kraftwerk. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kraftwerk eine Windkraftanlage oder ein AKW ist. Elektrischer Strom unterliegt drei physikalischen Größen: Spannung, Stärke und Widerstand. Aufgrund dieser drei Gegebenheiten sucht sich Strom auch immer den kürzesten Weg zum nächsten Verbraucher. Alles andere ist Abrechnungssache zwischen den verschiedenen Stromanbietern und hat mit der realen Stromversorgung nichts zu tun. Strom lässt sich physikalisch nicht auf Papier drucken, in einen Aktenkoffer transportieren und an einer Strombörse handeln. Wer sich für einen Anbieter regenerativer Energie interessiert, sollte unbedingt
einen Anbieter aus nächster Nähe wählen.